Replikat bemalt: Büste der Nofretete GF 539

Replikat bemalt: Büste der Nofretete GF 539

Büste der Nofretete (Replikat bemalt), Neues Reich, um 1340 v. Chr., Schenkung von James Simon (1851 bis 1932). Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Neues Museum, Staatliche Museen zu Berlin, Museumsinsel Berlin, Inv. 21300


Die Büste der Nofretete zählt zu den bekanntesten Kunstschätzen des Alten Ägypten und gilt als Meisterwerk der Amarna-Zeit und der Bildhauerkunst. Sie wurde in der Regierungszeit des Pharaos Echnaton zwischen 1353-1336 v. Chr. gefertigt. Nofretete gilt als eine der rätselhaftesten und schönsten Königinnen im alten Ägypten. Nicht nur ihre Büste im Neuen Museum in Berlin, sondern auch ihre Geschichte ist längst weltberühmt.
Bei der jetzt vorgestellten Ausgabe handelt es sich um eine aufwendige Überarbeitung der Büste der Nofretete mit neuen Verfahren und Materialien. Außergewöhnlich sind die verwendeten Farbpigmente, die Maltechniken sowie das Bergkristallauge. Das neue Mastermodell der Nofretete wurde mit Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung der Staatlichen Museen zu Berlin, abgestimmt.
Grundlage der neuen farblichen Fassung ist eine Auswertung der Farbwerte verschiedener Farbbereiche der Nofretete-Büste durch das Rathgen-Forschungslabor der Staatlichen Museen zu Berlin. Da bislang keine direkten Farbmessungen an der Nofretete mit einem normierten Farbmeßgerät (Colorimeter/Spektralphotometer) stattgefunden haben, wurden zu diesem Zweck vom Rathgen-Forschungslabor hochaufgelöste Bilder im visuellen Bereich verwendet. Für jeden einzelnen Pixel der hochaufgelösten Bilder wurden die Farbwerte der jeweiligen Farbe der Büste abgelesen. Diese objektiven Farbwerte sind in einem Farbraum durch geometrische Koordinaten beschrieben und wurden anschließend in den entsprechenden NCS-Code (Natural Color System®-Code) umgewandelt. Der NCS-Code ist ein Farbbezeichnungssystem, welches von den Skulpturenmalern der Gipsformerei verwendet wird, um originalgetreue Farbmischungen für die Reproduktion der Büste herzustellen.
Den Skulpturenmalern der Gipsformerei dient diese Auswertung als Basis für die Bemalung. Dabei kommen viele originale Farbpigmente, wie sie im Alten Ägypten gebräuchlich waren, zum Einsatz, darunter das wertvolle Ägyptisch-Blau. Auch die Maltechniken orientieren sich an den Methoden aus Nofretetes Zeiten, so wird Eitempera und Färberdistelöl als Bindemittel verwendet. Der Farbauftrag erfolgt in mehreren Phasen. Nach einer Grundierung wird die Nofretete so bemalt, wie sie wohl ähnlich auch vor 3000 Jahren ausgesehen haben kann. Dann werden die "Spuren der Zeit" quasi im Zeitraffer hinzugefügt. Die Replik erhält so ihre Patina. Eine besondere Authentizität wird erreicht, indem die Zerstörungen nicht "nachgemalt" werden, sondern diese vielmehr so nachempfunden werden, wie sie entstanden sind, nämlich auf mechanischem Wege.
Diese detailgetreue Bemalung dauert mehre Wochen. Die unterschiedlichen Skulpturenmaler sind Spezialisten auf ihrem Gebiet. Jeder arbeitet mit seiner kunsthandwerklichen Handschrift, so daß jede Reproduktion für sich ein kleines Unikat darstellt.
Eine weitere wichtige Neuerung erfolgte beim Auge der Nofretete. War das Auge bei den Vorgängerversionen bemalt oder aus Harz, erhält die neue Version, wie beim Original, ein Auge aus geschliffenem Bergkristall. Ein Edelsteinschleifer aus Idar-Oberstein gibt seinem Schliff die entsprechende Patina, so daß eine größtmögliche Ähnlichkeit von Material und Aussehen erreicht wird.
Das neue bemalte Mastermodell der Nofretete wurde gemeinsam mit der Direktorin des Ägyptischen Museums, Frau Prof Dr. Seyfried, neben dem Original verglichen und abgenommen. Grundlage des Museumsabgusses ist weiterhin eine Vermessung mit High-End 3D-Scannern.
Artikel-Nr.:
1539420
Kulturkreise
Ägypten
Museen & Sammlungen
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Gipsformerei, Museumsinsel, Neues Museum
Themen & Motive
Nofretete
Produkttypen
Homedeko & Büro
Material:
Gips
Größe:

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